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Aktuelles

Vertragsschluss zwischen dem Stipendienwerk Lateinamerika-Deutschland e.V. und der Pontificia Universidad Javeriana am 28.08.18 in Bogotá

Der folgende Link führt Sie zu einem spanischen Artikel über den Vertragsschluss zwischen ICALA und der Universidad Javeriana. http://www.javeriana.edu.co/noticias/noticias?aID=10007610&tID=22767#.W4qpkM5Kh0w

Festakt “1968-2018: 50 años del ICALA-Intercambio cultural-latinoamericano”, 20. August 2018, Bogotá

Am Nachmittag des 20. August 2018 wurde in Bogotá das 50-jährige Bestehen des Stipendienwerkes Lateinamerika-Deutschland e.V., des Vereins zur Förderung des Austausches zwischen Lateinamerika-Deutschland – auf den Feldern von Theologie und Philosophie, aber auch benachbarter Disziplinen wie der Pädagogik oder den Sozialwissenschaften, zelebriert.

Das Stipendienwerk hat seit seiner Gründung im Jahr 1968 zum Ziel, die wissenschaftliche Reflexion in Lateinamerika auf den Feldern der Theologie, Philosophie und Sozial- und Kulturwissenschaften zu fördern, ausgehend von den befreienden Potentialen des christlichen Glaubens.

Die Präsidentin Prof. Dr. Margit Eckholt leitete in die Veranstaltung ein und moderierte das erste Panel unter der Überschrift Memoria de los 50 años del ICALA – una historia al lado de los cambios eclesiales y sociales en América Latina.

Der Mitgründer des Stipendienwerkes Prof. Dr. Peter Hünermann hielt den Vortrag Intercambio cultural alemán-latinoamericano: Ideas principales y motivos – un modelo de teología postconciliar. Er ist dabei auf Bernhard Welte, einen weiteren Mitgründer des Stipendienwerkes und dessen Beiträge aus den 1960er Jahren eingegangen. Bernhard Welte hat in seinem Vortrag auf dem Seminar in Río Tercero zum Thema „Auf dem Weg zu einem neuen christlichen Humanismus“ – es fand vom 9.-16. September 1973 in der Sierra von Córdoba in Argentinien statt, in den sehr bewegten Zeiten des Militärputsches in Santiago de Chile – den Grundgedanken unserer Arbeit auf wunderbare Weise ausgedrückt. Er spricht von der „Idee des internationalen Kulturaustausches“, der „Idee des interdisziplinären Austausches der Ideen … im Dienste der Kirche“, „die Idee eines nach beiden Seiten offenen Gesprächs zwischen Europa und Lateinamerika und zwischen den Teilnehmern in Europa und den verschiedenen lateinamerikanischen Ländern. Ein freies Gespräch zwischen Kirche und Theologie einerseits und der Welt von heute andererseits, repräsentiert durch Philosophie und Humanwissenschaften“. Das ist die Aufgabe des Stipendienwerkes im Rahmen eines neuen Verständnisses von Entwicklungsarbeit, das vom „Prinzip der Gegenseitigkeit“ ausgeht und von dem „Gesichtspunkt, daß alle der Entwicklung bedürfen, auch wir, und daß darum alle Teilnehmer gleich geachtet sein sollen und alle sich bemühen sollen, sich gegenseitig zu ergänzen“.

Darauf folgte der Vortrag Cincuenta años de Intercambio: un balance académico y humano von Prof. Dr. Susana Monreal, der Präsidentin des Consejos aus Montevideo.

Nach einer kurzen Pause übernahm Prof. Mag. Jutta Wester de Michelini, die Präsidentin des Consejos aus Río Cuarto, die Moderation des zweiten Panels Religión y su potencial liberador para la educación y formación. Hierzu hielten Prof. Dr. Gerardo Chacón Padilla und P. Prof. Dr. Fernando Barredo Heinert SJ den Vortrag Educación y teología de la liberación con el pueblo Puruha, diócesis de Leonidas Proaño. Anschließend äußerte sich Prof. Dr. Magaretha Rolfes de Franco in ihrem Vortrag El pensamiento liberador como potencial de cambio para una educación del futuro: perspectivas y experiencias.

Woraufhin Prof. Dr. Dorando Michelini, Mitbegründer des Stipendienwerkes in Río Cuarto, ein paar abschließende Worte beitrug. Er ehrte hierbei Prof. Dr. Peter Hünermann für seine herausragende Arbeit. Denn dieser habe laut Michelini „mit seinem offenen und visionären Geist die Zeichen der Zeit meisterhaft interpretiert: Die von ihm schon seit Jahrzehnten vertretenen Ideen des interkulturellen Austausches und Dialogs stehen heute im Mittelpunkt vieler philosophischer, theologischer und humanwissenschaftlicher Debatten auf globaler Ebene.“ So berichtet Michelini weiter von seinen persönlichen Erfahrungen mit Prof. Dr. Hünermann: „Als Doktorand an der Universität Münster und als Tutor des Stipendienwerks Lateinamerika-Deutschland konnte ich in der Person Peter Hünermanns nicht nur einen Intellektuellen von Format erleben, der aus dem zeitgenössischen deutschen theologischen Panorama hervorragte, sondern auch einen Meister, der es verstand, das universalistische Denken mit einem einzigartigen Verständnis für die Herausforderungen der historischen Realität und der verschiedenen Einzelkulturen in Einklang zu bringen. Sein ganzes Leben lang hat er ein großes Interesse und Engagement für Lateinamerika bewahrt. Über Jahrzehnte hinweg konnte er eine Vielzahl von lateinamerikanischen Wissenschaftlern und Nachwuchswissenschaftlern akademisch begleiten und existentiell unterstützen.“

Musikalisch begleitet wurde die Jubiläumsfeier durch das Duo Pino y Cerdo, bestehed aus den Gitarristen Jhonathan Camilo Baracaldo Díaz und Andrés Mauricio Toquicá.

Hier finden Sie das Programm des Jubiläums


Ansprache Wieland

Vortrag Hünermann

Copyright Fotos des Jubiläums: Nikola Götzl

XII. internationales und interdisziplinäres Seminar des Stipendienwerkes Lateinamerika-Deutschland e.V. vom 20.-23. August 2018 in Bogotá, Kolumbien

Das 12. internationale und interdisziplinäre Seminar des Stipendienwerkes Lateinamerika-Deutschland e.V. (ICALA = Intercambio Cultural Alemán-Latinoamericano) mit dem Titel „1968-2018. Religion als Ressource für eine befreiende Entwicklung. 50 Jahre nach der 2. Konferenz des lateinamerikanischen Episkopats in Medellín: Kontinuitäten und Brüche“ findet vom 20. bis 23. August 2018 in der Pontificia Universidad Javeriana in Bogotá, Kolumbien statt. Die Universität Osnabrück ist hierbei Kooperationspartner und das Seminar wird außerdem gefördert vom DAAD aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Das Jahr 1968 ist im europäischen Kontext mit der Studentenrevolution in Paris und anderen europäischen Universitätsstädten verbunden und ist in internationaler Perspektive, so auch im lateinamerikanischen Kontext, von vielfältigen neuen sozialen Bewegungen und Aufbrüchen geprägt. Auch für die katholische Kirche in Lateinamerika ist das Jahr 1968 ein Schlüsseljahr: Auf der 2. Generalversammlung des lateinamerikanischen Episkopats in Medellín (1968) hat sich die katholische Kirche zu einer neuen sozialen Akteurin und einer auch weit über kirchliche Kreise hinaus anerkannten Institution im Dienst sozialen Wandels, der Menschenrechte, einer gerechten und armenorientierten Entwicklung und der Friedensarbeit entwickelt. Der Erneuerungsprozess, den das 2. Vatikanische Konzil (1962-1965) für die katholische Kirche bedeutet hat (verbunden mit Religionsfreiheit, Menschenrechten, ökumenischem und interreligiösem Dialog, neuen Partizipationsstrukturen in der Kirche, der Bedeutung von Laien und sozialen Bewegungen usw.), wurde mit dieser Konferenz im lateinamerikanischen Kontext umgesetzt. Befreiungstheologien, -Philosophien und -Pädagogiken wurden in der Folge dieser Konferenz entwickelt und sind bis heute von Bedeutung.

Das internationale Seminar hat als Leitmotiv die Perspektive der „Religion als Ressource für eine befreiende Entwicklung“; in Zeiten einer neuen Präsenz der Religionen im öffentlichen Bereich; hat die Erinnerung an die Konferenz von Medellín eine sehr große Bedeutung; ihre historische Bedeutung, sowie ihre aktuelle Relevanz für eine Reflexion über das Konzept der „Entwicklung“ werden im Rahmen dieses Seminars thematisiert werden. Der Fokus des Symposium wird interdisziplinär sein, ausgehend von einer theologischen, philosophischen, soziologischen und pädagogischen Perspektive, die den Terminus „befreiende Entwicklung“ umfassen wird.

Die Teilnehmer des Seminares werden Wissenschaftler und Forscher aus Deutschland, Lateinamerika und den Vereinigten Staaten sein, hauptsächlich ehemalige Stipendiaten und Stipendiatinnen von ICALA der Disziplinen Theologie, Philosophie, Pädagogik, Sozialpädagogik und Sozialwissenschaften. Insgesamt rechnen wir etwa mit 150 Teilnehmern und Teilnehmerinnen.

Vor Beginn des Seminares wird am 19. und 20. August ein Alumni-Workshop stattfinden, dessen krönender Abschluss die Jubiläumsfeier des 50-jährigen Bestehens des Stipendienwerkes Lateinamerika-Deutschland e.V., bildet.

Hier finden Sie das Plakat des Seminares in Bogotá: https://icala.de/fix/files/403/doc/Afiche_ICALA_Bogota.pdf

Dieser Link führt sie zum Programm des Seminares (spanische Version): https://icala.de/fix/files/403/doc/Folleto_ICALA_Bogota.2.pdf


Tagung "Die Zeit der Reformation aus anderem Blickwinkel. Eine lateinamerikanisch-ökumenische Perspektive" fand vom 30.06.-02.07.2017 in Magdeburg statt

Veranstalter: Prof. Dr. Margit Eckholt (Universität Osnabrück), Prof. Dr. Johannes Meier (Universität Mainz)

„Ausgangspunkt des Symposiums war die historische Gleichzeitigkeit der
Reformation mit der Entstehung der Kirche in Spanisch-Amerika und Brasilien.
Die Erschütterung der tradierten Glaubensformen in Europa und die
gleichzeitige Initiative zur Evangelisierung der Neuen Welt bilden einen
Kontrast von religiösen Einstellungen und Handlungsenergien. In den
vorherrschenden Germano- und Eurozentrismus des Reformationsgedenkens wurde
bewusst eine andere historische Sichtweise eingeblendet.

Die Tagung leistete einen wissenschaftlichen Beitrag in lateinamerikanischer und
ökumenischer Perspektive im Blick auf das Reformationsgedenken und erarbeitete und diskutierte
das Reformationsgedenken in einer internationalen und ökumenischen
Perspektive. Sie fand in Kooperation mit der Universität Osnabrück in Magdeburg
statt und wurde durch die Thyssen-Stiftung gefördert.“

Kurzbericht und Programm der Tagung s.u.



Copyright Fotos Tagung Magdeburg: Dr. Otto Danwerth

Teilnahme an der KAAD-Jahresakademie im April 2017

Vom 27. bis 30. April 2017 fand die Jahresakademie des Katholischen Akademischen Ausländer-Dienstes (KAAD) unter dem Titel "Scientific Community: Interdisziplinäre Forschung für Frieden, Entwicklung und Bewahrung der Schöpfung" in Bonn statt. Mehr als 300 Studierende und Forscher aus über 50 Ländern traten vier Tage lang in einen interkulturellen und interreligiösen Dialog und widmeten sich im Rahmen eines transdisziplinären Austausches global ausgerichteten Fragestellungen.

Frau Prof. Dr. Margit Eckholt, Vorsitzende des Stipendienwerks Lateinamerika-Deutschland e.V., beteiligte sich mit einem Beitrag zum Forum "Campus der Religionen? Theologien zwischen religiösem Dogma, Wissenschaft und Dialog" an der Tagung und stand dem Auditorium bei der anschließenden Podiums- und Plenumsdiskussion zur Diskussion zur Verfügung.

Auch die Gruppe der ICALA-Stipendiaten sowie die Geschäftsstelle des Stipendienwerks waren bei der Tagung vertreten: der A-Stipendiat Santiago Misael Zarría Quinaucho aus Ecuador und Nikola Götzl, wiss. Mitarbeiterin im Stipendienwerk, waren zu Gast und nutzen die Gelegenheit zum internationalen und fachlichen Austausch, insbesondere mit den Stipendiaten sowie Referentinnen und Referenten der Regionalgruppe Lateinamerika.
Mit herzlichem Dank an den KAAD blicken wir auf ein sehr bereicherndes internationales Zusammentreffen zurück!

März 2017
Besuche in Mexiko Stadt und Oaxaca

Mitte März reiste Prof. Dr. Margit Eckholt, die Vorsitzende des Stipendienwerks Lateinamerika-Deutschland e.V., auf Einladung des Vorsitzenden des Partnergremiums in Mexiko-Stadt, Prof. Dr. Federico Altbach, und der Universidad Lumen Gentium (Erzdiözese Mexiko-Stadt) zum Wissenschaftsaustausch und zu Kooperationsgesprächen nach Mexiko.
Nach Vorträgen bei den ständigen Diakonen der Erzdiözese Mexiko-Stadt (13. März), an der Universidad Iberoamericana Ciudad de México (14. März) und der Universidad Católica Lumen Gentium (15. und 16. März), fanden Treffen mit den Mitgliedern der ICALA-Consejos in Oaxaca und Ciudad de México statt.

Am 17. März reiste Prof. Eckholt nach Oaxaca, dort fand ein Gespräch mit Prof. Dr. Manuel Arias Montes, dem Präsidenten des Consejo Oaxaca, der Vizepräsidentin Lic. Ma. Cristina Salazar Acevedo, Prof. Dr. Alejandro Castillo und weiteren becarios/as und ex-becarios statt, Prof. Eckholt wohnte der feierlichen Unterzeichnung des Abkommens zwischen ICALA-Oaxaca, SIDNA und der Universität IESO bei.

Am Vormittag des 17. März organisierte der Consejo Mexiko-Stadt ein Treffen mit becarios/as und ex-becarios/as, das Forschungsprojekt zur „religiosidad popular“ wurde vorgestellt, abschließende fand ein Treffen mit dem Consejo unter Leitung von Prof. Dr. Federico Altbach Nuñez statt. Die C-Stipendiaten und die Alumni nutzten die Begegnung zum gemeinsamen wissenschaftlichen Austausch und zur Vertiefung der Kontakte.

Am Abend des 17. März kam es zu einer Begegnung mit Vertretern des Consejo Oaxaca, die in Mexiko-Stadt arbeiten, und zur Vorstellung des Vorhabens der Gründung eines „Programa Indígena“. Prof. Dr. Juan Manuel Contreras Colín, der Generalsekretär des Consejos, hat dieses Treffen organisiert. Wir danken für die Begegnungen, den Austausch und die Gastfreundschaft!